Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Berlin e. V.

ADFC-Vier-Routen-Demo © ADFC Berlin

Mehr Zusammenarbeit: Radwege verbinden Menschen

Radwege verbinden Bezirke. Auf Straßen wie der B96/B96a sind die Menschen in Berlin bezirksübergreifend unterwegs. Sichere Radinfrastruktur muss gesamtstädtisch gedacht und gebaut werden.

Radwege verbinden Bezirke und Radwege verbinden Menschen. Auf Straßen wie der B96/B96a sind die Menschen in Berlin bezirksübergreifend unterwegs. Sichere Radinfrastruktur muss gesamtstädtisch gedacht und gebaut werden. Statt Prozessverzögerungen und Verwaltungs-Ping-Pong, braucht es Kompetenzbündelung und bessere Zusammenarbeit zwischen den dreizehn Berliner Verkehrsverwaltungen.

Der so genannte Berliner Speckgürtel ist für den Alltagsradverkehr noch immer zu wenig erschlossen. Auf ihren alltäglichen Wegen pendeln die Menschen zwischen Brandenburg und Berlin. Diese Wege müssen endlich auch für das Rad sicher und komfortabel sein. Statt Radwege an der Landesgrenze enden zu lassen, braucht es eine integrierte Planung und gute Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Berlin. Radwege verbinden nicht nur Bezirke, Radwege verbinden auch Länder.

Gemeinsam mit dem ADFC Brandenburg fordern wir, dass die Brandenburger Gemeinden im Berliner Speckgürtel durch Verlängerung der und Zubringer zu den geplanten Berliner Radschnellverbindungen und Vorrangrouten fahrradfreundlich erschlossen werden. Die Qualität der Radwege, ihr Ausbauzustand und die verkehrsrechtlichen Anordnungen dürfen sich nicht ändern, nur weil eine Landesgrenze überschritten wird.

Mit einer Vier-Routen-Fahrraddemo rief der ADFC Berlin rund ein Monat vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl und den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen im August 2021 unter dem Motto „Radwege verbinden Bezirke – sicher auf der B96/B96a“ dazu auf, sichere Radinfrastruktur als gemeinsames Projekt zu begreifen. Um eine schnellere Umsetzung des Mobilitätsgesetzes in Berlin zu gewährleisten, forderte der ADFC Berlin, dass Planung, Anordnung, Umsetzung und Unterhalt von Neubau, Ausbau und Umbau von Radinfrastruktur (Radschnellverbindungen, Vorrangnetz und Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen) in einer senats- und bezirksübergreifenden Organisationseinheit (z.B. infraVelo) gebündelt werden. Diese Organisation muss mit dem für die Umsetzung notwendigen Personal, Finanzen und Kompetenzen ausgestattet werden.

Auf vier Routen zeigten die Radfahrenden am 15. August 2021 ihren Appell für mehr Zusammenarbeit: Statt einem Flickenteppich aus Tempo 30-Zönchen, forderten wir Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit. Statt Radwegen die an der Bezirksgrenze im Nichts enden, forderten wir ein stadtweites Radnetz. Und um Kreuzungen endlich wirksam zu entschärfen, forderten wir ein berlinweites, gemeinsames Vorgehen von Senat und Bezirken.

Gebündelt kamen alle Radfahrenden vor dem Bundesverkehrsministerium an. Gemeinsam fordern sie dort Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit sowie geschützte, breite Radwege und sichere Kreuzungen. Der ADFC Brandenburg unterstützte die Demo und forderte durchgehende Radwege über die Landesgrenze hinweg.

Am Zielort gab es Redebeiträge von ADFC Berlin, ADFC Brandenburg und einen Gast-Redebeitrag von Fridays For Future.

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https://berlin.adfc.de/artikel/radwege-verbinden-menschen-adfc-vier-routen-demo-fordert-bessere-zusammenarbeit-1

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