
Winter in der Wernerstraße in Kaulsdorf © Susanne Strietzel
Fahrrad-Winter 2026 in Marzahn-Hellersdorf
Eine gefährliche Rutschpartie erlebte, wer im Winter 2026 mit dem Fahrrad in Marzahn-Hellersdorf unterwegs war. Geräumte Radwege? Weitgehend Fehlanzeige
Mehrere Wochen Eis und Schnee – das brachte der Winter in diesem Jahr bislang. Eine Wetterlage, die auch Radfahrende vor große Herausforderungen stellte. Vielerorts waren im Bezirk Marzahn-Hellersdort nicht geräumt, die Fortbewegung auf zwei Rändern wurde zu einem gefährlichen Abenteuer. Insbesondere am 2. Februar, als ein ganztägiger Streik bei der BVG U-Bahn, Busse und Trams lahmlegte, zeigte sich, das Radfahren angesichts der immer noch winterlichen Verkehrsbedingungen keine Alternative war.
An vielen Orten waren die Radwege vereist. Zuständig ist die Berliner Stadtreinigung BSR. Doch die Radwege wurden in ganz Berlin nicht konsequent geräumt. Dabei hatte der Senat vor einem Jahr ein neues Winterdienstkonzept für den Radverkehr vorgelegt. Bis dahin wurden Radwege nur als Anhang von Straßen oder Gehwegen geräumt. Das ist mit dem Mobilitätsgesetz nicht vereinbar, daher das neue Konzept. Doch die Umsetzung wurde vom Senat verschleppt, daher soll sie erst im kommenden Winter 2026/27 beginnen.
„Das gefährdet Menschen zu Fuß und auf dem Fahrrad", sagt Marlene Alber, politische Referentin des AFDC-Landesverbandes Berlin. Geplant sind nach dem neuen Konzept des Senats zwei Stufen. Die Stufe R1 betrifft Strecken des Radvorrangnetzes und die Fahrradstraßen. Sie sollen vorrangig geräumt werden. In der Stufe R2 sind Strecken des Rad-Ergänzungsnetzes enthalten. Hier ist das Konzept zu finden.
Aktuell heißt es auf der Seite der BSR: „Wir räumen ausgebaute und gekennzeichnete Radwege, die mit Winterdienstfahrzeugen befahrbar sind." Schaut man sich in diesem Winter in Marzahn-Hellersdorf um, scheinen das nur wenige Radwege gewesen zu sein. Fast überall sorgten Schnee und Eis tage- und wochenlang für gefährliche Rutschpartien.










