
Beim PARK(ing) Day 2024 entstand ein Radfahrstreifen in der Oranienstraße. Dieses Jahr wird die Berliner Straße verwandelt. © ADFC Berlin / Annegret Krüger
PARK(ing) Day am 18. September 2026 - wenn der Radweg an der Bezirksgrenze endet
Zum PARK(ing) Day erobern sich die Menschen den öffentlichen Raum zurück. In ganz Berlin verwandeln sich Parkplätze zu Parks und Orten zum Verweilen. Die zentrale Aktion an der Berliner Straße in Wilmersdorf visualisiert einen sicheren Radweg.
Am dritten Freitag im September verwandeln sich jedes Jahr weltweit Parkplätze in lebendige Orte für Menschen. Ob temporäre Pop-Up-Radwege, grüne Oasen zum Verweilen oder kreative Bühnen für Musiker– am 18. September 2026 heißt es wieder: Statt Parkplätzen mehr Raum für Begegnungen, Kultur und Erholung!
Die zentrale Aktion in Berlin findet dieses Jahr auf der Berliner Straße in Wilmersdorf statt.
Beginn: 15 Uhr
Wo genau: Berliner Straße zwischen der Bezirksgrenze zu Schöneberg und der Prinzregentenstraße.
Dort parken alltäglich Autos am Fahrbahnrand, während der Radweg der Grunewalder Straße aprupt an der Bezirksgrenze endet. Radfahrende vom sicheren Radfahrstreifen aus Schöneberger Richtung werden zwischen den Autos auf die Straße gedrängt. Der ADFC Berlin sowie die Stadtteilgruppen sind neben zahlreichen anderen Verbänden vertreten.
Der PARK(ing) Day Aktionstag kritisiert die autozentrierte Politik und Verteilung des öffentlichen Raums.
Auch in Berlin ist autozentrierte Straßenraumaufteilung ein Problem: Anwohnerparken kostet in Berlin weiterhin nur zehn Euro jährlich - damit sind noch nicht einmal die Verwaltungskosten gedeckt. Unter fadenscheinigen Argumenten hat die CDU-geführte Verkehrsverwaltung zuletzt die Anpassung der Preise erneut verschoben. Die Förderung der autozentrierten Stadt geht auch auf Kosten der Verkehrssicherheit: In Berlin wird in der Abwägung von sicheren Radwegen gegenüber dem Erhalt von Parkplätzen weiterhin zu oft für Parkpltäze entschieden.
Eine Politik, die den kostbaren öffentlichen Raum für das Abstellen privater Kfz verschenkt, subventioniert klimaschädliche Mobilität, blockiert die Verkehrswende und den Umbau zu einer zukunftsfähigen Stadt. Flächen für Begrünung, Bäume und nachhaltige Mobilität fehlen. Das befördert Stau, behindert Rettungsdienste und sorgt durch schlechte Sicht für Gefahren im Verkehr, vorallem für die Ältere Menschen und Kinder.
Im Forderungskatalog #NeustartFürsRad steht die Position des ADFC Berlin zur Parkraumbewirtschaftung als Finanzierungsquelle für eine nachhaltige Verkehrswende.
Alle Aktionen zum PARK(ing) Day in Berlin finden sich hier.
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