Bild einer Tagung des FahrRats in Berlin

FahrRat: Expert:innengremium zur Radverkehrsförderung in Berlin © LK Argus GmbH / Sen UMVK Berlin

FahrRäte in Berlin

 

FahrRat – was ist das denn?

Kein Schreibfehler, sondern eine Form der institutionalisierten Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Verbänden. Wie funktioniert das alles und was machen die eigentlich?

 

Neben einem Berliner FahrRat, initiiert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm), gibt es aktuell in 11 der 12 Berliner Bezirke „FahrRäte“. 

Ein „FahrRat“ ist ein beratendes Gremium, das die Kenntnisse der Verbände und der Verwaltung zusammenträgt, um die Bedingungen für den Fahrradverkehr zu verbessern.

Berliner FahrRat

Auf Landesebene treffen sich seit 2004 (dreimal im Jahr) u.a. Vertreter der Senatsverwaltung, der Rad fahrenden Verbände, der BVG, S-Bahn, IHK, der Polizei, der Verkehrslenkung Berlin, der Fahrradwirtschaft und Fachleute der Bezirke.

Der Berliner FahrRat wurde 2003 initiiert, als sich abzeichnete, dass die gewünschte Förderung des Radverkehrs nur schleppend voran kam, man wollte in einer Art „Runden Tisch“ Akteure innerhalb und außerhalb der Verwaltung zusammenbringen und eine „treibende Kraft“ etablieren.

Eine erste zentrale Aufgabe war es 2004 die erste „Berliner Radverkehrsstrategie“ zu entwickeln. Diese wurde 2013 erneut gemeinsam überarbeitet und vom Senat und Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen. In der Folge sind Umsetzung, Erfolgskontrolle und ggf Nachsteuerung wiederum wesentliche Aufgabe des Berliner FahrRats.

Bezirkliche FahrRäte

Angeregt durch das Beispiel des Berliner FahrRats sind nach und nach bezirkliche FahrRäte entstanden, zur Zeit gibt es entsprechende Gremien in 11 der 12 Bezirke.

Die bezirklichen FahrRäte beraten das Bezirksamt und die Gremien der Bezirksverordnetenversammlung in Bezug auf

  • die Umsetzung der Berliner Radverkehrsstrategie im Bezirk,
  • die Belange des Radverkehrs bei der Planung von Baumaßnahmen
  • die Beseitigung von Problemstellen für den Radverkehr
  • die Planung des bezirklichen Nebenroutennetzes

In den bezirklichen „FahrRäten“ sind Angehörige des Bezirksamtes, vorwiegend aus dem Straßen- und Grünflächenamt (SGA) und dem Ordnungsamt, der Polizei, der verkehrspolitischen Verbände (v.a. ADFC, BUND, VCD) und der Fraktionen in der BVV vertreten. Zu spezifischen Themen werden zudem nach Bedarf externe Fachleute eingeladen (BSR, BVG, S-Bahn, DB, Senatsverwaltung, …).

 

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https://berlin.adfc.de/artikel/fahrraete-in-berlin

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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