Martin Dibobe/

Martin Dibobe, erster schwarzer U-Bahn-Fahrer Berlins, 1902 © BVG-Archiv

Kieztour "Koloniales Kreuzberg“ 12. Mai 2024

Die Kieztour der ADFC Stadtteilgruppe Friedrichshain-Kreuzberg führt zu Stätten eines unrühmlichen Kapitels der deutschen Geschichte im Bezirk. Wir folgen den Spuren der Kolonialzeit.

Es geht über die Sarottihöfe zu Orten, wo die „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenländer“ gegründet wurde (aus der EDEKA hervorging) und wo lange der „Herero-“ bzw. „Afrikastein“ am Völkermord beteiligte Soldaten glorifizierte. Wir werden sehen, wie der erste schwarze U-Bahnfahrer Berlins für die Rechte der Schwarzen kämpfte, welche Apotheke die „Schutztruppen“ Deutschlands ausstattete, wo ein Sprachlehrer aus „Deutsch-Ostafrika“ lebte, wo die „Deutsche Kolonial-Filmgesellschaft“ saß, wo in einem Kolonialpanorama die gewaltsame Eroberung der Kolonien verherrlicht wurde, wo das erste Museum für Völkerkunde stand und wo die „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft“ ihre kolonialen Pläne vorantrieb.

Die Kieztour startet um 14:00 Uhr am Rathaus Kreuzberg (Yorckstr. 4-11) und endet in der Dessauer Straße gegen 16:00 Uhr.

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

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https://berlin.adfc.de/artikel/12mai-kieztour-koloniales-kreuzberg-spuren-der-deutschen-kolonien-in-afrika

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