fLottes Potsdam

 

Seit 2018 hat auch Potsdam eine „fLotte“ nach dem Vorbild des ADFC Berlins. Freie Lastenräder gibt es dort aber bereits schon länger.

 

Die Freien Lastenräder der fLotte sind aus Berlin nicht mehr wegzudenken. Mehr als 100 Transporträder stehen inzwischen unter www.flotte-berlin.de zur kostenlosen Ausleihe bereit. Etwas jünger ist ihre Schwester aus der Nachbarhauptstadt Potsdam. Aufgegriffen wurde die Idee 2018 von einigen Engagierten des Projekts „Media-Trike“. Dessen Team baut seit 2014 im Projekthaus Potsdam unter der Trägerschaft des Fördervereins „inwole“ mit Schülern, Geflüchteten und anderen Gruppen Lastenräder nach Open-Source-Ideen der Künstlergruppe „n55“ aus Kopenhagen und den Plänen des Hamburger Lastenrad-Designers Till Wolfer. Er stellt die Pläne seiner futuristisch anmutenden „XYZ Cargobikes“ in DIY-Workshops zur Verfügung. Mit einem Schraubrahmensystem lassen sich Sets von Teilen zu unterschiedlichen Lastenrad-Typen zusammenfügen. Das erste mit Schülern gebaute Fahrrad wurde namensgebend ein Media-Trike, also ein Lastenrad als Ü-Wagen fürs Bürgerradio.

Ansonsten ist MediaTrike stadtpolitisch unterwegs. Mit Lastenrädern unterstützt man soziale und kulturelle Gruppen sowie die bunte Verkehrs- und Umweltszene – sei es Potsdam Autofrei, Fridays For Future, die Bürgerstiftung mit Senioren-Rikscha, die Critical Mass oder das Bürgerbegehren Verkehrswende in Brandenburg von ADFC und VCD.

Freie Lastenräder gab es in Potsdam schon vor der fLotte. Etwa „Kiezräder“, die von Hausgemeinschaften oder Kieztreffs angeschafft und eher im kleinen Kreis geteilt wurden oder die selbstgebauten Lastenräder von MediaTrike für Jugendclubs oder Flüchtlingsunterkünfte. 2018 entschied sich das Team von MediaTrike, die Idee Freier Lastenräder in Potsdam auf die nächste Stufe zu heben und seine Räder mit dem Buchungssystem der fLotte Berlin zu bündeln und bequem und einfach online zur Verfügung zu stellen. Das erste Rad für die fLotte Potsdam spendete Tom Sehrer, der auch die Radstation und den Fahrradverleih im Potsdamer Hauptbahnhof betreibt. Inzwischen sind neun Lastenräder in der f Lotte Potsdam unterwegs, davon sechs selbstgebaute XYZ-Bikes. Der Fuhrpark wächst vielfältig mit immer neuen Kiez-Stationen.

MediaTrike will Lastenräder nicht nur frei benutzbar machen, sondern betreibt Bildungsarbeit zu alternativer Mobilität und möchte auch den Spaß und die Begeisterung teilen sowie die Szene weiter vernetzen. Zu diesem Zweck findet seit Jahren mit engagierten Lastenradler*innen und Künstlergruppen ein Festival unter freiem Himmel statt. Auch dieses Jahr lädt das Potsdamer Lastenrad-Netzwerk interessierte (Lasten-)Radler* innen aus Kultur, Wissenschaft und Bildung, Zivilgesellschaft, Gastronomie, Logistik, Fahrradbau und alle anderen ein, die sich mit dem Thema Lastenrad beschäftigen. Auf dem Bassinplatz im historischen Holländerviertel in Potsdam haben sie die Möglichkeit, Fahrräder, Ideen, Performances und Initiativen zu präsentieren, ins Gespräch zu kommen und natürlich das Lastenrad als geniales Transportmittel zu feiern. Familienfreundlich gibt es einen Parcours für Kin der-Lastenräder und mit den „Iron-Rolls“ ist auch die Rollstuhl-Aktivisten-Szene vertreten.

Die Räder der fLotte Potsdam lassen sich ebenso kostenfrei ausleihen wie die ihres Berliner Pendants: www.flotte-potsdam.de

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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