Sternfahrt 2021 auf der Autobahn

Sternfahrt 2021 auf der Autobahn © ADFC Berlin

Rund 20.000 demonstrierten auf ADFC-Sternfahrt für sicheres Radfahren

 

Unter dem Motto „Die Zukunft beginnt heute – Verkehrswende jetzt!“ hatte der ADFC Berlin zu einer berlinweiten, großen Fahrradsternfahrt am 6. Juni 2021 aufgerufen.

 

Im Wahljahr demonstrierten rund 20.000 Radfahrende auf 16 Routen durch das Berliner Stadtgebiet für die überfällige Verkehrswende. Anlässe für die Sternfahrt am ersten Wochenende im Juni sind der Weltfahrradtag am 3. Juni sowie der Welttag der Umwelt am 5. Juni.

„Beim ADFC-Fahrradklima-Test hat Berlin kürzlich nur die Schulnote 4,14 erhalten. Das zeigt, die Berlinerinnen und Berliner sehen deutlichen Verbesserungsbedarf fürs Rad. Mit unserer ADFC-Sternfahrt appellieren heute Tausende vor der Wahl an Senat und Bezirke: Bringt das Mobilitätsgesetz endlich auf die Straße, widmet Kfz-Parkplätze um, damit Platz für sicheres Radfahren und breite Radwege frei wird und schafft den lauten, oft viel zu schnellen Durchgangsverkehr aus den Kiezen raus. Damit Stau, Stress und schlechte Luft der Vergangenheit angehören und endlich alle sicher und entspannt unterwegs sind“, sagt Frank Masurat, zuständig für Politik im Vorstand des ADFC Berlin.

Neben der konsequenten und flächendeckenden Umsetzung des Mobilitätsgesetzes, fordert der ADFC Berlin für die kommende Legislaturperiode eine autofreie Straße wie die Friedrichstraße sowie fünf Kiezblocks für jeden Bezirk. Maßnahmen wie das Umwandeln von 60.000 Kfz-Parkplätzen im öffentlichen Raum pro Jahr bis 2030 sollen helfen, Verkehrsflächen neu zu verteilen und mehr Platz für klimafreundliche Mobilität und bessere Aufenthaltsqualität zu schaffen. Außerdem fordert der Verband einen Investitionsstopp für Kfz-zentrierte Infrastruktur und den sukzessiven Rückbau von Schnellstraßen und Autobahnen wie der A100 zugunsten des klimafreundlichen Verkehrs. Mit der heutigen Fahrradsternfahrt demonstriert der ADFC Berlin auch für eine familienfreundliche Stadt.

„Wir freuen uns besonders über unsere Kinderroute. Mit einer kürzeren Route für Familien wollen wir ein positives Fahrraderlebnis für die Kleinsten schaffen. Radfahren macht Spaß und ist gesund, das wollen wir vermitteln. Sind Kinder früh mit dem Fahrrad unterwegs, lernen sie auch, sich selbstständig im Verkehr zu bewegen und steigen später sicherer aufs Rad“, sagt SuSanne Grittner, Fachreferentin Sternfahrt im ADFC Berlin.

Neben einem stadtweiten Radnetz aus breiten und geschützten Radwegen sowie sicher gestalteten Kreuzungen, fordert der Verband auch mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräder und Räder mit (Kinder-)Anhängern.

„Mit unserer ADFC-Sternfahrt senden wir heute ein deutliches Signal: Die Berlinerinnen und Berliner wollen sicher Radfahren und entspannt zu Fuß gehen können. Die Menschen wollen lebendige Kieze und sie wollen sich klimafreundlich fortbewegen. Im September steht Berlin an einem Wendepunkt. Die kommende Regierung muss endlich die Stadt von morgen gestalten“, fordert Frank Masurat.

Die Fahrraddemonstration findet unter Einhaltung der Corona-Schutzregeln statt. Es wird auf Abstand geachtet, die Teilnehmenden tragen Maske.

Die weitere politische Arbeit des ADFC Berlin zur Abgeordnetenhauswahl 2021 umfasst u.a. die Auswertung von Wahlprüfsteinen zum verkehrspolitischen Programm der Parteien, sowie eine Podiumsdiskussion inkl. Vorstellung der Ergebnisse der Wahlprüfsteine im Juli. Auf die weiteren Termine werden Sie rechtzeitig hingewiesen.

Die neue Publikation „Die Zukunft beginnt heute – Verkehrswende jetzt!“ des ADFC Berlin zur Wahl 2021 finden Sie hier: Fahrradwahljahr 2021: Die Zukunft beginnt heute – Verkehrswende jetzt!

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Pressekontakt: Lisa Feitsch, E-Mail: lisa.feitsch@adfc-berlin.de, Tel. (auch mobil): +49 (0)30 – 44 04 99 74

 

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https://berlin.adfc.de/artikel/rund-20000-demonstrierten-auf-adfc-sternfahrt-fuer-sicheres-radfahren

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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