Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Berlin e. V.

Menschen halten vor dem Roten Rathaus diverse Berliner Ortsteilschilder in die Höhe

Diverse Berliner Ortsteile hoffen auf bessere Anbindung durch die Radschnellwege © Karl Grünberg / ADFC Berlin

Radwegestopp? Nicht mit uns! Demo am 8. September 2024

Radschnellwege? Gestoppt! Fahrradparkhäuser? Gestoppt! Dringend benötigte Radwege? Gestoppt! Nicht mit uns! Am 8. September demonstrierten wir mit 3000 Menschen gegen die kurzsichtige Anti-Fahrradpolitik der Senatsverwaltung für Verkehr und der CDU!

Schlag auf Schlag sabotiert die Senatsverwaltung für Verkehr das Fahrradfahren in Berlin. Uns reicht es! Unter dem Motto „Radwegestopp? Nicht mit uns!“ demonstrierten der ADFC Berlin am 8. September in einem breiten Bündnis für ein Berlin der Zukunft und damit für den Bau der Radschnellwege, für die Einrichtung von Fahrradparkhäusern und für einen zügigen weiteren Radwegeausbau.

Mit einer Sternfahrt demonstrierten wir laut und kreativ entlang der geplanten und nun gestoppten Radschnellwege. Insgesamt neun Routen trafen am Großen Stern zusammen, fröhlich und lautstark drehten die rund 3000 Radfahrer:innen drei Runden um die Goldelse, anschließend ging es weiter zum Roten Rathaus. Auf der Abschlusskundgebung sagte SuSanne Grittner vom ADFC Berlin: „Wer keine Radschnellwege bauen will, führt Berlin nicht in die Zukunft, sondern in die Vergangenheit!“

Radschnellwege bauen, nicht stoppen! Darum waren wir demonstrieren!

1. Neun geplante Radschnellwege sollten die Außenbezirke mit der Innenstadt verbinden. Bequem, sicher und zügig sollten die Menschen hin- und her pendeln können – zur Arbeit, in die Universität, zum Einkaufen. So steht es im Radverkehrsplan, so sieht es das Mobilitätsgesetz vor, so gibt es sie in Kopenhagen, in Paris, in Amsterdam. Nur in Berlin werden acht von neun dieser Radschnellverbindungen gestoppt. Das Signal des Senats an Berlins Radfahrer:innen: Ihr seid uns egal!

2. An Sabotage grenzt der Radwegeausbau. Vorgesehen sind 100 Kilometer in diesem Jahr. Bisher umgesetzt: 4,2 Kilometer. Hier wird gestoppt; da lässt man Fördermittel verfallen; dort werden Anträge nicht bearbeitet oder nicht weitergeleitet. 

3. Ebenfalls gestoppt werden vier von sechs geplanten Fahrradparkhäusern. Dabei hat Berlin bisher kein einziges Fahrradparkhaus. Gleichzeitig werden in Berlin so viele Fahrräder geklaut, wie in kaum einer anderen Stadt in Deutschland. 

Nicht mit uns!

 

Das sind die Teilnehmer:innen des Bündnisses:

ADFC Berlin, Changing Cities, Fridays for Future Berlin, Respect Cyclists, VCD Nordost, Reflective Berlin, Freilaufcamp, BI A100, Queermany, BI Wuhlheide, Omas for Future, Zukunft Fahrrad, Deutsche Umwelthilfe

Radwegestopp? Nicht mit uns! Für den Bau von Fahrradparkhäusern und Radschnellverbindungen in Berlin!

Jetzt unterschreiben!

Routen jeweils mit Startpunkt und Einstiegsmöglichkeit:

RSV1
12:00 Uhr S-Bahnhof Adlershof
13:00 Uhr Hermannplatz

RSV2
12:45 Uhr Streitstraße/Cautiusstraße
13:50 Uhr Goerdelerdammbrücke

RSV3
12:30 Uhr S-Bahnhof Wannsee
13:40 Uhr S-Bahnhof Halensee

RSV4
12:45 Uhr S-Bhf. Karow
13:30 Uhr S+U Pankow Granitzstraße

RSV5
13:00 Uhr Heerstr./Magistratsweg
13:30 Uhr Theodor-Heuss-Platz

RSV6
12:30 Uhr Platz des 4. Juli
13:00 Uhr Hermann-Ehlers-Platz

RSV8
12:45 Uhr Falkenseer Ch./Flurende
13:20 Uhr Zitadelle Spandau

RSV9
12:15 Uhr U-Bhf. Hönow
13:50 Uhr Frankfurter Allee/Proskauer Str.

RSV10
12:45 Uhr S-Bhf. Heiligensee
13:30 Uhr Kurt-Schumacher-Platz

Gemeinsamer Treffpunkt Großer Stern: ab 14:00 Uhr

Abschlusskundgebung am Rotes Rathaus: ab 15:00 Uhr

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