Claudia Thiele
Amtierendes Mitglied des Landesvorstandes
Ansprechpartnerin im Vorstand für:
Kinder & Familien
Diversität
Patenschaft für die Stadtteilgruppen:
Tempelhof, Schöneberg, Treptow-Köpenick
Kontakt:
claudia.thiele [at] adfc-berlin.de
Was ist dir besonders wichtig in der Arbeit des ADFC Berlin?
Die Liebe zum Radfahren hat viele Facetten, und genau das spiegelt sich im ADFC Berlin wider. Unser Engagement reicht von Verkehrssicherheit über Gesundheitsförderung und Klimaschutz bis hin zur politischen Arbeit für eine bessere Infrastruktur. Wir setzen uns für sichere Radwege und eine gerechtere Mobilität im Umweltverbund ein: auf der Straße, in Gremien, bei Radtouren, bei gemeinsamen Aktionen, und: in der Fahrradwerkstatt.
Diese Vielfalt spricht mich an. Hier treffen praktische Aktivitäten rund ums Rad auf strategische und politische Arbeit. Die Umsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes und des Radverkehrsplans bleibt eine Herausforderung, aber sie ist essenziell für ein lebenswertes Berlin. Und der Klimaschutz? Der fährt immer mit!
Für welchen Themenschwerpunkt möchtest du dich als Vorstandsmitglied einsetzen?
Für einen Radverkehr, der alle mitnimmt, sicher, frei, selbstbestimmt: für eine Art freundschaftlichen Radverkehr. Egal, ob du sportlich unterwegs bist oder ruhig und gemächlich, mit Kindern oder Gepäck, mit oder ohne Einschränkungen oder Behinderungen: Jeder Mensch sollte sich unbeschwert und sicher mit dem Fahrrad bewegen können. Vor allem Kinder brauchen eine Umgebung, in der sie angstfrei und selbständig Fahrrad fahren können.
Dafür brauchen wir eine gut durchdachte, sichere Radinfrastruktur und die Umsetzung der #VisionZero. Der Weg dorthin ist oft steinig, aber jeder Fortschritt zählt. Das Fahrrad ist ein demokratisches Verkehrsmittel. Es verdient endlich echte Gleichberechtigung. Diesem Ziel möchte ich Schritt für Schritt näherkommen.
Welche ganz persönliche Fähigkeit oder Eigenschaft bringst du mit, die den Vorstand bereichern wird?
Einen langen Atem. Gerade beim Einsatz für eine inklusive Fahrradmobilität braucht es Beharrlichkeit. Veränderungen geschehen nicht über Nacht, und auch nicht in einer Legislaturperiode. Hinzu kommt, dass aktuell der Radverkehr und eine klimafreundliche Mobilität von der Agenda der Berliner Landesregierung regelrecht „verschwunden“ zu sein scheinen, was ich sehr schade finde.
Meine Überzeugung, dass gemeinsames Engagement und die Zivilgesellschaft erfolgreich sein können, überwiegt den Frust über politische Blockaden. Jeder Schritt nach vorn, jeder gewonnene Radweg, jedes umgesetzte Projekt zeigt: Es lohnt sich, dran zu bleiben. Die Verkehrswende ist ein politisches Ziel, und zugleich meine persönliche Motivation.